Allgemeine Zivilitätstheorie (AZT 2026,3)

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  1. Leitkriterium Zivilität: Zivilität ist gegenseitiger Respekt in gemeinsamer Verantwortung.
  2. Zivilitätsniveaus: Zivilität besteht in unterschiedlichem Maß und unterschiedlicher Sicherheit: fehlend, unsicher/gering, offen, gesichert, entfaltet.
  3. Allgemeine Wohlfahrtsfunktion: Je höher das herrschende Zivilitätsniveau, desto größere Wohlfahrtschancen bestehen für die Allgemeinheit der Beteiligten.
  4. Variablenraum:Interaktionslogiken, Interaktionsformen und Zivilitätsniveaus beeinflussen sich gegenseitig und bilden damit einen Variablenraum der Zivilität. Hierbei können mehr oder weniger dynamische Eigenentwicklungen entstehen.
  5. Soziale Raumzeit: Akteure tendieren bei geringer Zivilität zu räumlich und zeitlich engerem, bei höherer Zivilität zu räumlich und zeitlich weiterem Denken. Da dieses das jeweilige Handeln beeinflusst, entsteht mit Zivilitätsnveaus eine soziale Raumzeit.
  6. Menschheitslernen:Ob und wie Menschen individuell lernen, ist offen, noch mehr, ob und wie die Menschheit als solche (kollektiv) ausreichend rasch lernt, um überleben zu können. 
  7. Zivilitätsanalyset:Wie sich Akteure aufeinander beziehen, lässt sich zivilitätstheoretisch universell analysieren.
  8. Prognose- und Handlungsfähigkeit: Soziopolitische verlaufen prinzipiell offen. Sie lassen sich zwar, je nach den gegebenen und absehbaren Kontextbedingungen, mehr oder weniger gut abschätzen, aber nie sicher prognostizieren. Gut informierte und willensstarke Akteure haben in offenen Prozessen, auch in hoffnungslos erscheinenden Fällen, eine Erfolgschance.
  9. Zivilitätsethik: Zivilitätsethisch operieren Akteure verantwortungsbewusst entsprechend den jeweils gegebenen und absehbaren Bedigungen.
  10. Zivilitätsnavigation: Sich in einem komplex veränderlichen Umfeld bestmöglich zu orientieren und sich dementsprechend zu verhalten, ist Inhalt von Zivilitätsnavigation..
  11. Zivilitätspolitik ist Politik mit dem Ziel, Zivilität bestmöglich zu erhalten und zu fördern. Diese operiert inssbesondere bei komplex-veränderlichen Rahmenbedingungen sensibel navigatorisch; sie kann aber auch andere Akteure und Rahmenbedingungen gezielt beeinflussen. :
  12. Theorieentwicklung: Seit ihrer ersten Päsentation als Theorie der zivilen Moderne (2018) wird die Theorie der Ziivilität ständig weiterentwickelt. Sie kann und sollte Inhalt allgemeinen menschheitlichen Lernens werden.
  13. Erreichbarkeit: Alle Texte und Videos zur Zivilitätstheorie sind frei erreichbar, gegenwärtig insbesondere über die Website der Civility gUG. Diese freie Erreichbarkeit soll, mit welchen Mitteln auch immer, auch bei schwierigen Bedingungen bestmöglich erhalten und gefördert werden.