Zivilitätstheorie (Überblick).

Zusammenfassung


  1. Allgemeine Begriffe, Typologien und Modelle der Zivilität sind Inhalt der Allgemeinen Zivilitätstheorie (AZT 2026), Zivilitätsaspekte besonderer Bereiche Gegenstandt der Besonderen Zivilitätstheorie (BZT).
  2. Zivilität ist zivilitätstheoretisch definiert als gegenseitiger Respekt in gemeinsamer Verantwortung. Zivilität kann in unterschiedlichem Grad bestehen. Dem entsprechen die Zivilitätsniveaus fehlende, geringe, offene, gesicherte und entfaltete Zivilität.
  3. Zivilität dient dem allgemeinen Wohl: Je höher das herrschende Zivilitätsniveau, desto bessere Chancen allgemeiner Wohlfahrt bestehen.
  4. Niveaus und Veränderungen von Zivilität erklären sich zivilitätstheoretisch a) unmittelbar aus dem Denken und Handeln der Beteiligten, b) mittelbar aus Konstellationen von Problemen/Herausforderungen und Handlungskapazitäten.
  5. Jeweiligen Zivilitätsniveaus entsprechen typische Denk- und Handlungskonstellationen. Die dabei beteiligten Variablenbereiche verstärken sich gegenseitig.
  6. Zivilitätsethik ist situative Verantwortungsethik.
  7. Jedes interaktive Denken und Handeln lässt sich zivilitätstheoretisch analysieren. Damit hat die Zivilitätstheorie enorm hohen empirischen Gehalt und eignet sich hervorragend als Grundlage historischer und aktueller Politik- und Gesellschaftsanalyse. Durch ihren logischen Aufbau kann sie auch durch Systeme Künstlicher Intelligenz leicht genutzt werden. 


Victoria V. Lauritsen



Die aggressive Opferrolle

Akteure versuchen manchmal, in einer Opferrolle aggressiv Machtansprüche durchzusetzen.