Civility gUG
Zivilitätstheoretische Forschung und Analyse
Zivilität
Eine verbindende Perspektive gegenüber Populismus und Angst

Nicht selten in der Geschichte wurden weit unterlegene Konzepte und Kräfte mächtig. weil ihre Träger (auch nach Niederlagen) entschlossen handelten, während die scheinbar überlegene Majorität schlecht koordiniert war. Gegenwärtig zeichnet sich in Deutschland genau eine solche Konstellation ab: Ohne eine realistisch wertfundierte Rahmung der Situation - Ausdruck mangelnder Theorie, Bildung und Analyse, aber auch des Fehlens entschlossen und glaubwürdig agierender Persönlichkeiten - zieht pure Angst in die Redaktionen und Büros ein.
Die Populisten von rechts und links, die ihre vordergründigen Denkweisen entschlossen präsentieren und zunehmend einflussreich geltend zu machen wissen, haben angesichts dessen leichtes Spiel - mit womöglich verheerenden Langzeitwirkungen.
Konzepte des herrschaftlichen Staats, der Sicherheit und Wohlfahrt zu liefern hat, sind zwar im Zeichen von Krise und Angst hochattraktiv, und völkisches Denken nach dem Muster des 19. und frühen 20. Jahrhunderts scheint Komplexität zu reduzieren. Ein friedliches und freies Miteinander ist damit allerdings nicht zu sichern - im Gegenteil: Gerade ein Land wie Deutschland, das ökonomisch weltweit vernetzt und absolut zwingend auf effektive europäische Koordination angewiesen ist, könnte mit einem Rückfall in völkischen Nationalismus nicht überleben: Der Nationalstaat hat zwar auch heute Sinn und Berechtigung, dies aber nur als Teil einer globalen Ordnung im Sinne von nun über acht Milliarden Menschen auf der Erde.
Zivilität, verstanden als gegenseitiger Respekt in gemeinsamer Verantwortung, markiert demgegenüber eine klare Haltung und tragfähige verbindende Perspektive - auch und gerade der Menschen, die sich im Zeichen überheblichen Regierens nicht geachtet fühlen: Gegenseitiger Respekt bezieht sich nämlich auf alle Menschen, auch diejenigen, die in einer Region seit Generationen leben. Und gemeinsame Verantwortung bezeichnet die Grundhaltung in einer Gemeinschaft freier Menschen.
Zivilität in diesem Sinn eignet sich hervorragend als realistisches Analysekriterium von Gesellschaft und Politik - eine Tatsache, die Sie leicht überprüfen können. Siehe die auf der Website: https:/www.civility.berlin frei aufrufbaren Grundlagentexte und aktuellen Dialoge und Analysen.
Scherz und Wirklichkeit
Verluste können schwerwiegen. Wer trotzdem heiter und gelassen bleibt, gilt als humorvoll - eine Fähigkeit, die zivilitätsgeschichtlich sehr unterschiedlich beurteilt worden ist. Dabei bezieht sich der Scherz in zweifacher Weise auf Wirklichkeit: als deren Transzendenz und als kommunikative Wirklichkeit
- eine Doppelstruktur, die auch und gerade politisch von Bedeutung ist und sich zivilitätstheoretisch vertieft verstehen lässt. - siehe den beigefügten Text (roter Button).
Zivilitätspolitik
... zielt darauf, Zivilität bestmöglich zu erhalten und zu fördern. Sie gründet sich auf Analyse, Orientierung und Selbststeuerung in einer komplexen Umwelt (Zivilitätsnavigation), kann aber auch andere Akteure und Rahmenbedingungen gezielt beeinflussen.
Worin besteht völkisches Denken,
worin Populismus?
Lernen!
Politischer Journalismus - Politische Bildung - Sozialwissenschaft
Ein kontroverser Dialog

Gesprächsinitiative Gates - Xi
Der Microsoftgründer Bill Gates hat seine Initiiative zu einem Gespräch mit dem chinesischen Präsidenten Xi öffentlich gemacht. Worum geht es und wie lässt sich diese Iniative einordnen?

KI als Inhalt von Zivilitätsanalyse
Aktuell gilt KI als funktionsgebunden beaufsichtigt (schwach); punktuelle KI-"Ausbrüche" werden aber erschreckt wahrgenommen. Dem stehen mehr oder weniger überhöhte Gefahren/Perspektiven eines technologischen Übergangs zu Allgemeiner (starker) oder gar zu einer KI-Superintelligenz gegenüber.
Was bedeuten solche KI-Formen nach Zivilitätskriterien? Dazu finden Sie hier den bereits aus dem Jahr 2018 stammenden Text: "Governance-Herausforderung Künstliche Intelligenz" (Theorie der zivilen Moderne, S. 286-393) sowie einen aktuellen Dialog über KI-Akteure.

Inwiefern ist Chinas Wirtschaft überlegen? Und warum?
Eine komplexitäts- und zivilitätstheoretische Analyse
Bahnprobleme durch Migration?
Gemächliches Fahrradfahren - UN-Politik
Neue Aspekte von Zivilitätsnavigation



Katastrophenparadox und Zivilitätstheorie
Was besagt das Katastrophenparadox? Wie hängen die Kapazitätstheorie (Katastrophenparadox) und die Zivilitätstheorie zusammen?
Anbei finden Sie dazu einen substanzreichen KI-Dialog (Gemini)

Staatsbürgerschaft nach funktionalen Kriterien?
Staatsbürger wird ein Mensch nach wie vor durch Geburt in einem Land; allerdings können auch andere Kriterien hierfür entscheidend werden - so funktionale Kriterien bis hin zu Leistungspotentialen für ein Land. Damit entsteht entsprechende Konkurrenz zwischen Nationalstaaten ...

Leben wir im Kapitalismus?
Klar, meinen Sie vielleicht. Es lohnt sich aber, darüber nachzudenken, meinen wir. Siehe die beigefügten Texte (Buttons mitte): ein KI-Dialog zur Themenfrage, eine Kritik von Peter Behnen/Die Linke Freiburg und eine Antwort von Volker von Prittwitz, schließlich ein Dialog zu "Kapitalismus im zivilitätstheoretischen Variablenraum".
Diffuse Begriffe fördern Populismus und Extremismus
Wer unsere Gesellschaft als "kapitalistisch","sozialistisch" oder "demokratisch" bezeichnet, verwendet diffuse Begriffe; denn damit lässt sich Gesellschaft nicht genau und umfassend genug verstehen. Anstelle dessen treten mehr oder weniger dumpfe Schlagwörter, die, oft freund-feind-logisch aufgeladen, analytisches Denken blockieren und damit Populismus und Extremismus fördern.
Popper - Luhmann - Huizinga - Watzlawick - Scharpf
Wie die Zivilitätstheorie entstand und was sie im Theorienvergleich leistet
Neu: Die Allgemeine Zivilitätstheorie (AZT) in zwölf Stichworten
Geschlechter- und Generationengerechtigkeit
Ziviler Ungehorsam
Spannungen zwischen gesicherter und entfalteter Zivilität
Die Zivilitätstheorie differenziert sich weiter aus, so zu einem prekären Vorgehen: zivilem Ungehorsam
Deutschland und Polen
Theoriebildung!
Dem fulminanten Aufstieg algorithmischer KI steht eine jahrzehntelange Theorieaversion in den Sozialwissenschaften, politischer Bildung und Wissenschaftsverwaltung gegenüber. Damit wird die Sozialwissenschaft ihres wichtigsten Lern- und Innovationsmoments beraubt: erkenntnisorientierter Theoriebildung. Dem steht die erkenntnis und innovationsorientierte Logik der Forschung gegenüber - eine Logik, zu der wir viel von dem WissenschaftstheoretikerKarl Popper lernen können.
Weitere aktuelle Analysen und Diskussionen
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- Hängen die Konzepte Generationengerechtigkeit und In Würde altern zusammen?
- Staatliche Neutralität als Folgekonzept
- Wie lassen sich Gespräche nach Zivilitätskriterien analysieren?
Zivilitäre Außenpolitik ...
... schließt Anforderungen militärischer Sicherheit ein, strebt aber nach einem respektvollem Miteinander.
Andere KI-Dialoge
AZT-Analyse:
Vom Basismodell zu einer globalen Rohstoffordnung
Realismus - Liberalismus - Zivilitätstheorie
Wie unterscheidet sich die Zivilitätstheorie von Realismus und Neo-Institutionalismus (Liberalismus)? Inwiefern führt sie über diese hinaus?
Pretendians
Pretendians beanspruchen in Kanada und den USA fälschlicherweise eine indigene Identität. Wie lässt sich dieses Phänomen zivilitätstheoretisch verstehen?
Rechtsbegriff
Ein zunächst mühsamer, dann kreativer Dialog über den zivilitätstheoretischen Rechtsbegriff....
Globale Vielfalt
Vielfalt bezeichnet herkömmlicherweise regional/nationale Offenheit für Migranten. Sie kann aber auch global gedacht werden - mit Blick auf die Vielfalt unterschiedlicher Menschen und Kulturen in unterschiedlichen Regionen der Erde. Beide Auffassungen haben zivile Elemente, da Vielfalt in jedem Fall gegenseitigen Respekt in gemeinsamer Verantwortung verlangt.
Gesicherte Grenzen -
ein globaler Wert
Die Existenz jedes Staats beruht auf gesicherten Grenzen - Anlass dafür, sich für die Stärkung und Reform der Vereinten Nationen einzusetzen.

Übergang zur Machtlogik
Können sich Sachgebiete, so Wirtschaft oder Wissenschaft, nach ihren eigenen Logiken organisieren, lohnt es sich, sich nach Kräften operativ zu bemühen, und die allgemeine Wohlfahrt steigt. Diese Konstellation, die auch als
komplexe Interdependenz bezeichnet wird (Keohane/Nye 1977), unterläuft und attackiert das populistische Machtdenken und Handeln von Trump, Putin & Co findamental - mit der Folge globaler Wohlfahrtsverluste...

USA:
Von der Demo- zur Kleptokratie
Donald Trump denkt und handelt einseitig (unilateralistisch) nach dem Motto: Trumps America First: Zollerhöhungen erschweren allerdings den weltwirtschaftliche Austausch und senken die gesamtwirtschaftliche Produktivität. Zudem fördert wirtschaftspolitischer Unilateralismus allgemeinpolitischen und militärischen Unilateralismus, womit Gewaltpotentiale wachsen. Schließlich bereichern sich Trump und seine Clique hemmungslos auf Kosten der Allgemeinheit: Diebe an der Macht (Kleptokratie).
Die Trumpsche Kleptokratie sollte nicht nur in den USA, sondern auch in den Vereinten Nationen offen thematisiert werden.
Gleichberechtigung
durch Quoten?
Nicht nur in der Frauenbewegung herrscht die Vorstellung, Gleichberechtigung könne nur durch festgelegte Anteile (Quoten) an Macht oder Stellen verwirklicht werden - eine Auffassung, die sich als Gegenmoment zu einer verkarsteten Machtstruktur begründen lässt. Quoten privilegieren allerdings die quotierte Gruppe und in dieser insbesondere diejenigen, die sie vertreten.
Gleichberechtigung herrscht, wenn alle Beteiligte gleiche Rechte haben und diese effektiv nutzen können, so Wahlrecht unterschiedslos gesicherter aktiver und passiver Wahl, gleicher Stimmkraft und gesicherter Möglichkeit, sich frei zu beteiligen. Siehe hierzu einen bereits 2018 geführten Diskurs im Buch: Theorie der zivilen Moderne (folgender Button)


